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NEU-DELHI (12. November 2020) – Laut der aktuellen Bilanz des United Christian Forum wurden allein in diesem Jahr bisher mehr als 200 Angriffe auf Christen gezählt. Die Gewalt gegen religiöse Minderheiten nimmt demnach trotz der  Coronabeschränkungen weiter zu. Am Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen haben sich Menschen aus 150 verschiedenen Orten in ganz Indien online versammelt, um gemeinsam für all jene zu beten, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

„Niemand darf wegen seines Glaubens verfolgt werden. Es ermutigt uns alle, wenn sich 150 Teilnehmer aus verschiedenen Kirchen und Pfarreien aus ganz Indien treffen, um gemeinsam für ihre verfolgten Brüder und Schwestern zu beten. In Anbetracht der fast täglichen Angriffe gegen Christen, sehen wir leider keine wirkliche Verbesserung der Situation für religiöse Minderheiten in dem Land. Die inidische Verfassung garantiert eigentlich ein Recht auf Gedanken-, Gewissens-, Überzeugungs-, Glaubens- und Religionsfreiheit für alle. Und dennoch werden im ganzen Land tausende von Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt. Sinnlose Plünderungen und Morde zerstören Hoffnungen und Träume von gläubigen Familien. Aktionen wie der Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen machen auf diese Probleme aufmerksam und ermöglichen vielen Leute gemeinsam für die Verfolgten zu beten“, sagte Tehmina Arora, Leiterin von ADF India.

Teilnehmer aus ganz Indien

Teilnehmer aus 150 Orten – Einzelne oder auch ganze Pfarreien oder Kirchengemeinden – in ganz Indien haben sich anlässlich des Weltweiten Gebetstages für verfolgte Christen zum gemeinsamen Gebet online getroffen. Unter anderem hielt Pastor Johnson Samuel von der Kirchenvereinigung New Life Fellowship eine kurze Predigt und betete für die Einhaltung der Gesetze und den Schutz grundlegender Menschenrechte.

Bereits seit 2019 hat die Gewalt gegen Christen stark zugenommen. Die Angriffe sind sich meistens sehr ähnlich und die Polizei schaut der aufgehetzten Menge oft tatenlos zu. Eine wütende Gruppe von Menschen geht zu einer Gebetsveranstaltung oder christlichen Versammlung, schreit mit wüsten Beschimpfungen herum und verprügelt alle Anwesenden, auch die Frauen und Kinder. Anschließend werden die Priester oder Pastoren inhaftiert, weil gegen sie erfundene Anschuldigungen der Zwangskonvertierung vorgebracht werden. Während der COVID-19-Beschränkungen gab es zwar ein kurzes Aufatmen für die religiösen Minderheiten in Indien, doch die Angriffe gegen sie haben nun wieder stark zugenommen.

„Leider geben die Gewalt und die Angriffe ein trauriges Zeugnis davon, was Christen und andere religiöse Minderheiten in Indien tagtäglich erleiden müssen. Jeder Mensch hat das Recht, seinen Glauben frei zu wählen und auszuüben. Wir fordern die indische Regierung dazu auf, dieses Recht zu schützen, religiöse Minderheiten vor Angriffen zu bewahren und die Religionsfreiheit zu fördern“, sagte Paul Coleman, Geschäftsführer von ADF International.

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