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Alter: 44

Denomination: Katholisch

Verhaftet seit: März 2019

Land: Pakistan

Stephen Masih, ein Christ, der an einer geistigen Behinderung leidet, wurde am 11. März 2019 von einem muslimischen Nachbarn beschuldigt Blasphemie begangen zu haben. Der Grund für die falsche Anschuldigung war ein Streit zwischen Masih und der Frau des Nachbarn.  Masih wurde daraufhin verhaftet und gemäß Abschnitt 295-C des pakistanischen Strafgesetzbuchs wegen Blasphemie angeklagt. In Pakistan steht auf Blasphemie die Todesstrafe.

Masih befindet sich nun schon seit fast zwei Jahren im Gefängnis musste lange auf seinen Gerichtstermin warten, obwohl festgestellt wurde, dass er an einer bipolaren Störung leidet und daher nicht verhandlungsfähig ist.

Nach Masihs Blasphemie-Anklage, war seine Familie aus Angst um ihr Leben gezwungen umzuziehen, nachdem eine gewalttätige Gruppe ihr Haus niedergebrannt hatte.

Das Gericht lehnte einen Antrag auf Freilassung gegen Kaution ab, da sein Leben in der Öffentlichkeit „ernsthaft bedroht“ sei und die Gefahr der Flucht nicht ausgeschlossen werden könne. Es beschloss, den Prozess zu verschieben, bis Herr Masih „seine psychische Gesundheit wiedererlangt hat“.

Es haben bereits einige Organisationen zur Freilassung Masihs aufgerufen, darunter die US Commission on International Religious Freedom (USCIRF). Am 21. Oktober appellierten UNO Experten, u.a. der UN-Sonderberichterstatter für Religions- oder Glaubensfreiheit, Ahmed Shaheed, dringend an Pakistan, Masih freizulassen. Nach den Aufrufen wurde sein oftmals aufgeschobener Gerichtstermin zur Anhörung weiterer Argumente in seinem Fall für den 11. November festgelegt. Das Urteil des Gerichts in seinem Fall steht noch aus.

Foto Copyright: Foto der Familie, privat

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