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Zugegeben, manche Menschen machen sich selbst das Leben unnötig schwer. Etwa wenn sie partout in Grönland leben möchten, wo Temperaturen die meiste Zeit unter dem Gefrierpunkt sind. Oder wenn sie in die Wildnis ziehen, wo sie weder Zugang zu Strom noch fließendem Wasser haben. Dann gibt es noch jene, die sich Länder aussuchen, in denen sie aufgrund ihrer Tätigkeiten unerwünscht sind: Tierschützer in Texas, Schweinezüchter in Saudi Arabien, oder Journalisten in Russland. Viele würden wohl auch Missionare in der Türkei dieser Aufzählung hinzufügen.

David Byle machte da andere Erfahrungen. Zumindest 19 Jahre seines Lebens verbrachte der Kanadier am Bosporus und zog gemeinsam mit seiner deutschen Frau fünf Kinder dort groß. Während er mit seinem christlichen Glauben bei vielen Menschen auf großes Interesse und Neugierde stieß, hatten die Behörden zunehmend ein Problem mit ihm. Bis man ihn schließlich verhaftete und aufforderte das Land zu verlassen. Er durfte seitdem nicht wieder einreisen.

Eine menschliche Katastrophe. Nicht nur für David und seine Familie. Hinter ihnen stehen hunderte, ja tausende Menschen und Organisationen, die über Jahre hinweg für seine Tätigkeit gebetet und gespendet haben. Das war nicht umsonst. David durfte während seiner Zeit im Land viele Menschen berühren und inspirieren. Dennoch wurde sein Wirken nun auf Eis gelegt. Zumindest in der Türkei.

Doch David gab sich nicht so einfach geschlagen. Er suchte Hilfe und brachte seinen Fall nun mithilfe von ADF International vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, in der Hoffnung wieder in die Türkei einreisen zu dürfen.

Wir wissen nicht, ob dieser Fall Erfolg haben wird. Sollte er positiv für David ausgehen, dann wird das ein wichtiges Signal an alle Christen in der Türkei sein.

Grundsätzlich schützt die türkische Verfassung das Recht auf Religionsfreiheit. Dazu gehört auch, frei über seinen Glauben in der Öffentlichkeit sprechen und an-deren darüber erzählen zu dürfen. Selbstverständlich gilt das für alle Religionen. Aber eben auch für das Christentum.

Ein Missionar im Gefängnis kann immer noch viel bewirken, wie wir von Paulus wissen. Aber besser ist es, wenn er in aller Freiheit seiner Bestimmung nachgehen darf. Dafür wird er finanziell unterstützt. Dafür wurde er ausgebildet. ADF International kümmert sich um jene Christen, die aufgrund ihres Glaubens vor Gericht kommen, im Gefängnis sitzen oder wie David des Landes verwiesen werden.

Unsere Anwälte werden immer dann pro-bono tätig, wenn es darum geht, das Menschenrecht auf Glaubensfreiheit zu verteidigen. Die Bedeutung unserer Arbeit ist nicht immer ganz einfach zu vermitteln, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass wir sie durch Spenden finanzieren. Geschichten wie jene Davids zeigen, dass sie nötig ist – damit unsere Glaubensfreheit respektiert wird. In jedem Land der Welt.

Bilder dürfen in Print oder Online verwendet werden, aber nur in Zusammenhang mit dem dazugehörigen Beitrag

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